„Stalin anders betrachtet“

Veröffentlicht: Oktober 30, 2012 in Geschichte, Politik, Stalin
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Iosif & Nadezhda

Iosif & Nadezhda (Photo credit: Wikipedia)

Stalin der Schlächter?
Jeder von Euch kennt die Anti-Stalinfilme oder -Artikel und falls nicht, dann die daraus folgenden Meinungen oder Äußerungen von Freunden: Eine brutaler kranker Massenmörder etc.
Komisch nur, dass die meisten alten Russen, die ihn noch kannten das GANZ anders sehen als die Lohnschreibsklaven der kapitalistischen Zeitungs- und Buch-Verlage und deren gläubige Leser.

Schauen wir uns doch mal nur die ganz groben Fakten an:

Stalin als Person
Stalin war ein guter Schüler. Er hätte im zaristischen Regime etwas werden können. Er hasste aber die Not, die Lüge, die Ausbeutung, die imperialistischen Kriege, wurde Kommunist, kämpfte unter Lebensgefahr, erlitt und überlebte durch Flucht zwei zaristische GULAGs in Sibierien. Er war sicher aufgrund seiner Verfolgung und Flucht cool genug im Umgang mit Geheimdienst- und Polizeispitzeln um – wie man ihm heute vorwirft: Paranoid geworden zu sein. Wer als Diktator schmarotzen will, der liest nicht Karl Marx und schreibt meterweise Bücher und übernimmt keinen so gefährlichen und aufreibeneden Job. Er würde keine Alphabetisierungskampagnen machen, das Land an die Bauern verteilen und gäbe Arbeitern nicht freiwillig Mitspracherecht.

Stalin gets angry after too long apraisals:
Stalin Angry https://www.youtube.com/watch?v=1YsL4HXZN9E

Stalin Speech about what politicians people should vote for:

Stalin Speech about the new Soviet Constitution:

Stalin als Staatslenker
Russland war trotz seiner Größe vorher im Vergleich zum Westen ein recht rückständiger Agrarstaat mit riesiger Analphabethenrate. Nach der Revolution 1917- obwohl 14 westlichen Länder (Entente) gemeinsam die junge UdSSR angriffen, bei Nichterfolg auf Bürgerkrieg umschwenkten und viele Tote und große Schäden anrichteten, entwickelte sich durch die Planwirtschaft das Land in einem nie gekannten Tempo. In den Jahren vor und nach der sog. „Welt“wirtschaftskrise der kapitalistischen Welt um 1929, hatte die UdSSR über Jahre Wachstumsraten von 22-26%/Jahr !
Es wurde Alphabethisiert, Elektrifiziert, Infrastruktur aufgebaut und die Landwirtschaft mechanisiert. Und trotz der leider nötigen Rüstung und des Vernichtungskriegs der deutschen Kapitalisten, die „Lebensraum“, Rohstoffe und Arbeitssklaven im Osten wollten, war die UdSSR zu einem der fortschrittlichsten Länder geworden und hat bald nach dem Tod von Stalin den ersten Satelliten, Menschen und die erste Weltraumstation ins All gebracht. Taktor?
Deshalb wurde und wird Stalin immer als großer Staatslenker geehrt. Auch im Westen war er zu Lebzeiten ein ehrenwerter Feind Time

Zu den „Verbrechen“:
Das Methode der Verbrechensanklage is primitiv: Wenn zwei sich streiten ist immer der andere Schuld. Im Konflikt und Krieg zwischen Zaristen, Feudalisten, deren Günstlinge, Kapitalisten und Imperialisten (nach dem 1.Weltkrieg haben 14 westliche Länder haben gemeinsam die junge UdSSR angegriffen) mit der Befreiungsbewegung des russischen Volkes, die einen Arbeiter- und Bauernstaat wollen, werden Menschen getötet , aber alle Toten haben die Sozialisten zu verantworten. Nach der Berechtigung des Aufstands und den Zielen wird nie gefragt. Nur ganz nebulös wird die wissenschaftliche Theorie von Marx und Lenin als „Ideologie“ verdreht, die zwar eigentlich, selbst nach Kapitalisten-Ideologie „Unrealistisch“ gut und menschenfreundlich sein soll, aber unergründlicherweise genau das Gegenteil tut. Warum, bleibt unklar, es werden uns lediglich „böse Diktatoren“ angeboten.
Der unbestreitbare Volksaufstand 1917, die Oktoberrevolution, gegen Krieg, Ausbeutung und für Selbstbestimmung in Freiheit und (echter nicht-kapitalistischer) Demokratie und die Symbole des freien Arbeiter- und Bauernstaats (Hammer und Sichel ☭ ) werden so zu Symbolen des Gegenteils von dem was sie sind: Von Mord, Krieg, Hunger und Verfolgung, die aber von Zaristen und Kapitalisten selbst verursacht und auch begangen wurden.
...
In jüngster Zeit wird Stalin gerne als Verrückter Psychopath verkauft. Man sagt, er sah überall Spione, Sabotteure etc. Wie die Realität damals war, sagen sie nicht: Der Staatsapparat brauchte naturgemäß Leute die Lesen und Schreiben können und Ausbildungen hatten. Die meisten Arbeiter und erst recht Bauern konnten das aber nicht in der Anfangsphase – man mußte Angestellte, Soldaten, Beamte des Zaren bzw. der Feudalisten nehmen, die sich loyal erklärten, aber oft Geld aus dem Ausland nahmen oder vermittelt über sonstige Nutznieser des alten Systems, den Staatsaufbau oft insgeheim sabottierten, ja sogar gute Sozialisten ermorden liesen in Stalins Namen, „Säuberungen“ die man Stalin als Verbrechen in die Schuhe geschoben hat. Auf Landesverrat, Sabottage und Mord steht in vielen Ländern die Todesstrafe. Dass in der damaligen Situation es besoners viele gab, ist nicht verwunderlich. Stalin, der seit seiner Jugend im Untergrund Jahrzehnte lang verfolgt wurde und zwei Mal in Arbeitslager in Sibiren geschickt wurde und zwei Mal wieder floh, Lebensgefahr mit der Muttermilch aufsog, soll paranoid geworden sein? Man sehe sich nur seine Reden, auch im hohen Alter an: Er war immer sehr entspannt und ruhig und ich empfehle auch seine Gedanken, das was er schrieb sich anzuschauen. Da wird klar, womit er sich wirklich beschäftigt. Bei http://www.stalinwerke.de gibt es fast alles was er je gesagt und geschrieben hat. Die Inhalts- u.a. verzeichnisse zeigen schnell einen Zeitraum oder ein Thema mit dem er sich damals beschäftigt hat.

Einige Nachweise über die Lügen der angeblichen Massenmorde:

http://www.youtube.com/watch?v=5cLY7tBthPA

Zur Kollektivierung der Landwirtschaft
Auch das soll ein Verbrechen gewesen sein. Man sagt, er habe die Bauern in landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (Kolchosen-Aufbau im Rahmen der Kollektivierung) „gezwungen“. „Vergessen“ tut man aber meist, dass er bzw. die Regierung vorher den landlosen Landarbeitern auf den Riesengütern der Feudalisten oder Großbauern das Lang vorher gegeben hat. Geschenkt hat! Motto: Das Land dem der es bearbeitet. Die Kollektivierung war (im Prinzip) freiwillig und man bedenke, wie das Gleiche, nämlich die unvermeidliche Mechanisierung der Landwirtschaft aufgrund der technologischen Entwicklung in der „freien USA“ ablief: Traktoren und später auch andere Landmaschinen wurden erfunden, die Bauern hatten zu kleine Felder als dass sich dies lohnte, konnten sich das auch nicht leisten, konnten nicht mehr konkurieren mit den mechansierten Großfarmen oder mußten teuere Bankkredite aufnehmen für Traktoren, die sie aber ebenfalls meist ruinierten. Es führte also (selbst ohne Bürgerkrieg) in der USA zu Hunger, Aufgabe der Farmen und Bildung vor Riesenfarmen in denen einige der Bauern – wenn sie Glück hatten – als Landarbeiter arbeiten konnten, aber natürlich nicht als freier Besitzer wie in den Kolchosen, sondern als Abhängiger, dem Arbeitsmarkt Unterworfener. Das Resultat war grob gesehen des Gleiche: Vernichtung der Kleinbauern, mechanisierte Landwirtschaft. In der UdSSR hatten die Kolchosen aber Selbstbestimmung im Rahmen staatlicher Pläne, Belieferung von Maschinen und kostenlose Schulen, Ärzte, Krankenhäuser, Urlaub, Rente etc. wie eben im Sozialismus üblich. Das politische Ziel war ja auch die Lebensverhältnisse von Stadt und Land anzugleichen.

Eine Diffamierung Stalins und schon gar nicht so wie heute, gab es damals selbst im Westen nicht.

Download-Link:

Bitte beachten: Das e-book im PDF-Format hat wegen der vielen Bilder 20MB und braucht auch mit DSL einige Zeit (gut 1min. je nach speed) bis es downgeloaded ist und der PDF-Reader sich öffnet. Am besten „Speichern unter …“ nutzen.

Stalin anders betrachtet von Ludo Martens

Das e-book ist auch bei Archive.org kostenlos downloadbar und ist hier nur zur Bequemlichkeit gespiegelt, weil sich der Archive Link als doppel-Link oft nicht verlinken läßt. Wenn das vom Copyrightinhaber unerwünscht sein sollte, bitte melden- ich werde das dann sofort wieder herausnehmen.
Weitere Infos zu Stalin:
Gegenparteiische Belege: http://www.kurt-gossweiler.de/index.php/stalin/120-die-ueberwindung-des-anti-stalinismus-eine-wichtige-voraussetzung-fuer-die-wiederherstellung-der-kommunistischen-bewegung-als-einer-einheitlichen-marxistisch-leninistischen-bewegung-1-mai-1994-2

Das Buch gibt es auch in Englisch zum freien download:
„Another view of Stalin“ of Ludo Martens a former Stalin enemy
for download  at    www.plp.org/books/

English: Joseph Stalin after 1943 in military ...

Young Stalin, circa 1894, age 16, and Ioseb in...

Young Stalin, circa 1894, age 16, and Ioseb in his mid-twenties, c. 1902. (Photo credit: Wikipedia)

Kommentare
  1. 08oo sagt:

    Lest doch, was er und warum er, was gemacht hat. Die Inhaltsverzeichnisse bei http://www.stalinwerke.de zeigen schön geliedert alle Themenbereiche und einschlägige Zeiträume.
    Er hatte anderes im Kopf als Konkurrenten umzubringen – das hier z:B.:
    Über dialektischen und historischen Materialismus:
    http://www.stalinwerke.de/geschichte/geschichte-021.html

    Bzgl. der Massenmordlügen gibt es auchhier eine kleine Zusammenstellung:
    Stalin ein böser Diktator!? Teil 2 http://www.youtube.com/watch?v=5cLY7tBthPA

  2. 08oo sagt:

    11.03.13 – Jeder zweite Russe würdigt „positive Rolle“ Stalins

    Eine aktuelle Umfrage in Russland kommt zu dem Ergebnis, dass 49 Prozent der russischen Bevölkerung von einer positiven Rolle Stalins in der russischen Geschichte überzeugt sind. Die Umfrage des Levada-Center, ergab auch, dass nur 10 Prozent Stalin als „unbestreibar negativ“ sehen. Ein beachtliches Ergebnis nach Jahrzehnten der antikommunistischen Meinungsmache gegen Stalin, die auch in Russland massiv betrieben wird.

  3. Anonymous sagt:

    Was meint ihr wieviele Deutsche heute noch Hitler gut finden würden wenn es keine von den Allierten augezwungene Umerziehung und Entnazifizierung gegeben hätte. Sicher gibt es Interesse Stalin als schlecht dazustellen, das heißt aber noch lange nicht das er gut war!

    • 08oo sagt:

      Die Mehrheit der Russen damals fand ihn aber GENIAL …. Er wurde geliebt vom Volk ! Er hat den Bauern Land gegeben, sie aus halber Leibeigenschaft befreit, ihnen Bildung gegeben, in den Kolchosen Urlaub, Krankenversicherung, Versorgungssicherheit etc. etc.

  4. Anonymous sagt:

    war stalin böse er hat doch denn 2 weltkrieg benndet er hat die rote arme befehlt denn krieg zu bennden
    !

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